Re:Re: Reifen: laufrichtungsgebunden ? asymmetrisch ?

#156389
Anonym
Inaktiv

nun habe ich mir eine Stellungnahme von einem großen deutschen Reifenhersteller eingeholt:

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Symmetrisches Profil
Wie schon sein Name sagt, verfügt ein symmetrischer Reifen über ein Profil, dessen zwei Hälften identisch sind. Nicht so technisch wie ein asymmetrischer oder laufrichtungsgebundener Reifen, dafür aber günstiger im Preis. Ein weiterer Vorteil ist eine in der Regel gute Straßenlage(sehr stabil beim Geradeausfahren), allerdings zum Nachteil der Leistungsfähigkeit anderer wichtiger Kriterien, die sich dadurch nicht so optimal ausschöpfen lassen. Dies gilt vor allem für das Fahrverhalten des Reifens auf nasser Fahrbahn.
Der symmetrische Reifen wird hauptsächlich für Stadtautos oder Kompaktwagen, die nur kurze Strecken zurücklegen, empfohlen. Er ist außerdem der Reifen der Wahl für Autofahrer, die eingutes Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.
Montage: Ein symmetrischer Reifen hat keine Laufrichtung. Bei der Montage kann also kein Irrtum passieren.

Laufrichtungsgebundenes Profil
An seinem V-förmigen Profil und den nach unten zeigenden Gummiblöcken lässt sich der laufrichtungsgebundene Reifen leicht erkennen. Er eignet sich sehr gut für durchweichte Straßen. Bei starkem Regen wird das Wasser sehr schnell abgeleitet, die Haftung damit erhöht und das Aquaplaningrisiko beträchtlich verringert. Diese Profilform verschafft dem Reifen zudem eine gute Beweglichkeit, vor allem auch auf verschneiten Böden oder bei Schneematsch. Zudem ist sein sportlicher Look sehr beliebt.
Reifen mit laufrichtungsgebundenem Profil sind ideal für sportliche Fahrzeuge, die regelmäßig auf nassen Straßen fahren. Außerdem werden sie für verschneite Straßen empfohlen.
Montage: Es ist wichtig, die Montagerichtung, die durch einen auf der Flanke eingravierten Pfeil angezeigt wird, zu beachten.

Asymmetrisches Profil
Das Profil eines asymmetrischen Reifens zeichnet sich durch die unterschiedliche Profilierung der Innen- und Außenseite der Lauffläche aus, da jeder dieser Bereiche eine besondere Rolle für die Leistungsfähigkeit eines Reifens spielt. So verfügt die Innenseite in der Regel über offene Schultern und kann damit das Wasser schnell ableiten, was wiederum das Aquaplaningrisiko verringert. Die Laufflächenaußenseite hingegen ist so beschaffen, dass sie dem Reifen ein gutes Handling und Kurvenstabilität garantiert. Diese
Zahlreiche Automobilhersteller wählen für die Erstausrüstung ihrer neuen Fahrzeugmodelle asymmetrische Reifen. Der Reifen ist vor allem für Autofahrer gedacht, die Mittel-und Oberklassefahrzeuge fahren und auf trockener wie nasser Straße sicher unterwegs sein wollen.
Montage: Bei den asymmetrischen Reifen muss man auf die Montagerichtung achten. Der Begriff „Außen“ muss immer auf der äußeren Reifenflanke zu lesen sein.

Fazit:
Der asymmetrische Reifen vereint die Vorteile der symmetrischen und laufrichtungsgebundenen Reifen.
Die Entscheidung, welche Profilierungsform man wählt, muss der Fahrer anhand seiner Anforderungen an Einsatzgebiet, Fahrverhalten, Optik etc. selber treffen.
Nachteile für Fahrzeuge älteren Baujahres gibt es daher nicht.

Bei Sturzwerten größer 2° (VA) und größer 3° (HA) läuft jeder Reifen, unabhängig von der Profilgestaltung, auf den Innenseiten mehr ab. Abhilfe würde hier nur die Auswahl von symmetrischen Profilen schaffen, da diese auf den Felgen gedreht werden können.

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Worauf noch keine Antwort habe: asymmetrisch oder laufrichtungsgebunden stehen ja wohl nicht einem H-Kennzeichen im Weg, oder ?