Der Fiat Spider im Detail

Die folgende Aufstellung bringt hier nur die wichtigsten und am häufigsten aufgetretenen Fälle und hegt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: hier die Schwachstellen

 

 

  1. Scheinwerferbereich, anschließend Querblech vom Kühler 
  2. Blech oberhalb des Stoßdämpferdom
  3. Motortraverse
  4. Spaltmaße
  5. Stoßdämpferaufnahme, Silentbüchsen, Kugelbolzen am unteren Querlenker
  6. Verstärkungsdreieck vor der A-Säule
  7. Kotflügelspitzen und vordere Türecken
  8. Oberkante Armaturenbrett und Windschutzscheibenrahmen
  9. Fußraum Fahrerseite
  10. Sitze und Mittelkonsole
  11. Verdeckspriegel
  12. Schwellerbereich
  13. Seitenteil unten
  14. Handbremsbetätigung und Schwingarm
  15. Schweißnaht Kotflügel-Verbindungsblech Kofferraum
  16. Kofferraum und Batteriegehäuse (nach AS/BS)
  17. Differential und Auspuffbefestigung
  18. Radläufe außen und hinterer Kotflügelabschluss

 

Kaufentscheidung

Du möchtest dir einen Fiat Spider kaufen? Wir helfen dir bei deiner Entscheidung.

Budget: Was möchte und was kann ich investieren?
Bastelfahrzeuge sind nur was für Kenner. Ein günstiges Fahrzeug hat wie immer Folgekosten in Höhe des Kaufpreises oder auch mehr.
Was will und was kann ich?: Ist man versiert alles selber zu reparieren und ist dementsprechend Fachkunde vorhanden ?
Einstellung zum Spider: Für welche Zwecke und Spaß soll er genutzt werden? ( die Frau bitte nicht vergessen) 😉 
Probefahrt: Eine zweite fachliche Unterstützung ist immer zu empfehlen.
Standuhren:  Sogenannte Sammlerfahrzeuge sind nicht immer der bessere Kauf, Technik muss/sollte auch  bewegt werden.
Originalität: Lege ich nur Wert auf Originaltreue, oder zählen auch individuelle Details und Umbauten?

Fazit: Wenn das Bauchgefühl stimmt und alles passt ist der 124 Spider ein langjähriger Begleiter für ein kleines La Dolce Vita. 

 

Preise

Originale FIAT 124 Spider sind sehr schwer zu finden (Ausnahmen möglich).
Empfehlung: Modelbetreuer (Club) (Fachmann) hinzuziehen.

  • alles was unter 8.000 – 12.000 € ist braucht meist fachgerechte Zuwendung.
  • Ab 12.000 – 16.000 € findet man schon gute Exemplare, wobei da und dort noch etwas zu machen ist.
  • Ab 20.000 € findet man sehr gute Spider mit seriösen Gutachten (Beispiel Classic Data) und nachvollziehbarer Historie.

Das teuerste Sammler- Modell ist sicher der FIAT 124 Abarth Rally. Dieser wird je nach Zustand und Ausführung mit nachvollziehbarer Historie ab 70.000 € gehandelt.

Die besonderen Pininfarina mit Kompressor Spidereuropa Volumex (Stückzahl 500) werden in gutem originalen Zustand ab 35.000 € angeboten.

 

Der Pininfarina

Im Jahr 1966 wurde der von Pininfarina gezeichnete Fiat 124 Sport Spider, dessen Linienführung auf den Pininfarina Prototypen der Chevrolet Corvette “Rondine” von 1963 zurückgeht, auf dem Turiner Automobilsalon als Nachfolger der 1500 und 1600 FIAT-Cabriolets vorgestellt. Damit wurde die Reihe der offenen Sportwagen im Hause Fiat neben dem, im Folgejahr vom Centro Stile Fiat präsentierten Fiat 124 Sport Coupé, in der Klasse zwischen dem Fiat 850 Spider und dem Fiat Dino Spider fortgeführt.

Der Fiat 124 Sport Spider mit den gewölbten Kotflügeln und dem Pininfarina-typischen dezenten Hüftschwung ähnelte, anders als in heutigen Zeiten, so gar nicht der Limousine, deren verkürztes Chassis als Aufbaubasis Verwendung fand, sondern enthält eher viele Gemeinsamkeiten beispielsweise mit dem ebenfalls von Pininfarina entworfenen Ferrari 275 Spider. So wurde auch die Karosserie bei Pininfarina S.p.A. gefertigt und dann zur “Hochzeit” mit dem Antriebsstrang in Fiat Fabrikationsanlagen verbracht.

Unter dem Blechkleid wies der Spider viele Teile insbesondere der Mechanik auf, die aus der Limousine 124 oder 125 stammten, was letztendlich der Robustheit und vor allem dem recht günstigen Anschaffungspreis von weniger als 11.000 DM zugute kam.

Ein Leckerbissen war der Motor mit seinem Leichtmetallzylinderkopf. 1966 wurden damit in der ersten Typenreihe aus 1,4 Liter Hubraum muntere 90 Pferdestärken mobilisiert, welche den ca. 950 kg schweren Spider über das serienmäßige 5-Gang-Getriebe (auf Wunsch 4-Gang-Getriebe) bis auf 170 km/h zu beschleunigen vermochten. 1969 wurde durch einen 100 PS starken 1,6 l-Motor, der später vor allem durch Verwendung zweier Weber-Doppelvergaser auf 110 PS kam, und ab 1972 durch ein 1,8 l-Triebwerk mit 118 PS die Leistungsfähigkeit des Spiders weiter gesteigert.

Ermuntert durch Erfolge des Fiat 124 Sport Spider (in der Literatur oft auch “Spyder”) 1600 im Rallyesport beispielsweise mit dem Sieg des Fahrer Europameistertitels durch Raffele Pinto 1972 entstand das Modell 124 Abarth Rallye, dessen etwas über 1000 Exemplare der Homologation für den sportlichen Einsatz bestimmt waren. Während Otto-Normalverbraucher die gebändigte 128 PS-Version für die Straße erwerben konnte, stürmten Wettbewerbswagen mit bis zu 210 PS dreimal auf erste Plätze und insgesamt 25 mal in 4 Jahren unter die ersten Sechs bei Läufen zur Rallye Weltmeisterschaft, darunter die Plätze 2 bis 4 bei der Rallye Monte Carlo 1975.

Ermuntert durch Erfolge des Fiat 124 Sport Spider (in der Literatur oft auch “Spyder”) 1600 im Rallyesport beispielsweise mit dem Sieg des Fahrer Europameistertitels durch Raffele Pinto 1972 entstand das Modell 124 Abarth Rallye, dessen etwas über 1000 Exemplare der Homologation für den sportlichen Einsatz bestimmt waren. Während Otto-Normalverbraucher die gebändigte 128 PS-Version für die Straße erwerben konnte, stürmten Wettbewerbswagen mit bis zu 210 PS dreimal auf erste Plätze und insgesamt 25 mal in 4 Jahren unter die ersten Sechs bei Läufen zur Rallye Weltmeisterschaft, darunter die Plätze 2 bis 4 bei der Rallye Monte Carlo 1975.

Die zurückgehende Nachfrage in Europa einerseits und die infolge der geänderten Sicherheitsbedingungen in den USA erforderliche Überarbeitung des Fahrzeuges andererseits führten dazu, dass ab 1975 ausschließlich für den amerikanischen Markt gefertigt wurde, wo der Spider zu einem echten Verkaufsschlager gedieh. Zu den Neuerungen dieser Spider Modelle zählten im wesentlichen die massiven Sicherheitsstoßstangen sowie ein auf 86 PS gedrosselter 1,8 l-Motor, der zur Erfüllung aller Emissionsauflagen zusätzlich mit einer “Abgasverdünnungseinrichtung” versehen wurde. Ab 1979 war der Fiat 124 Sport Spider mit einem ebenfalls 86 PS starken 2,0 l-Motor mit ungeregeltem Katalysator erhältlich. Dieser Motor wurde in den Folgejahren im neu bezeichneten “Spider 2000 i. e.” auf immerhin wieder 105 PS gesteigert und mit einer Bosch Benzineinspritzung und einem geregelten Katalysator versehen. Nur für den nordamerikanischen Markt wurde der Spider ab Frühjahr 1981 mit einem speziellen Nachrüst-Turbosystem als FIAT Spider Turbo angeboten. Eingebaut wurde der Lader durch die Firma Legend Industries Inc. in Long Island (NY). Die Durchzugskraft des 105 PS Motors wuchs um ein Drittel, das maximale Drehmoment war bereits bei 3600 Touren erreicht. Zwischen 1400 und 3000 U/min erreichte der Motor etwa drei Viertel seiner Leistung von 115 PS. Die genaue Zahl der bis 1982/83 entstandenen Turbo Spider ist unbekannt.

Wegen der immensen Nachfrage nach dem Spider ab 1982 wurde dann durch sogenannte US-Reimporte, insbesondere der deutsche aber auch der übrige europäische Markt wieder über das Netz der Fiat-Händler direkt mit dem Spider versorgt, nun allerdings unter dem Namen Pininfarina Spidereuropa, weiterhin als 2,0 l-Einspritzversion mit 105 PS und auf Wunsch geregeltem Katalysator.

Unter dem Namen Pininfarina Spidereuropa Volumex wurde in den Jahren 1984 und 1985 eine 500 Stück-Sonderserie mit einem 135 PS starken Kompressormotor aufgelegt, der auch in diversen Lancia- und FIAT-Modellen seinen Dienst verrichtete. Der “VX” gehört neben der Abarth Rallye Version heute zu den begehrtesten Typen der gesamten Baureihe.

Als im Jahr 1985 mit dem Fiat Argenta das letzte Fiat-Modell mit Hinterradantrieb aus dem Programm genommen wurde, schlug damit auch die letzte Stunde für den Spider.  Mit gründlichen technischen Weiterentwicklungen und auch optischen Änderungen vor allem im Fahrgastraum, aber ohne Abstriche in seinem Flair, wurden von dem Spider zwanzig Jahre lang insgesamt 198.107 Stück gebaut. Nach offizieller Stellungnahme von Pininfarina wurde am 30. Juli 1985 zum Montage-Ende um 15 Uhr der letzte Spidereuropa, der für das Pininfarina Museum bestimmt war, mit der Fahrgestellnummer 05511780 fertiggestellt.

 

Technische Daten

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